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1. Armut und Hunger wohnen auf dem Land
Etwa drei Viertel der chronisch Hungernden leben in ländlichen Regionen und sind Selbstversorger, die sich nicht selbst ernähren können. Dies hat vielfältige Gründe:
> fehlender Zugang zu Land und zum einheimischen Markt,
> fehlende Ressourcen, um die Produktion zu steigern,
> unzureichende Entlöhnung,
> Mitglied einer marginalisierten ethnischen Minderheit sein.
2. Der Armut entronnen und bereits wieder arm
Einmal der Armut und dem Hunger zu entrinnen, ist kein Garant für die Zukunft. Menschen, die knapp über der Armutsgrenze leben, sind sehr verwundbar. Fehlende Sicherheiten führen dazu, dass Menschen bei der nächsten Krise wieder in die Armut abgleiten.
3. Verändertes Konsumverhalten – mehr Fleisch auf globalen Tischen
Die Regenwälder (z.B. in Brasilien) werden fortlaufend abgeholzt, um die Nachfrage der Länder mit mittleren und höheren Einkommen nach Fleisch und Tierfutter zu befriedigen. Zurück bleiben riesige Soja- und Mais-Monokulturen, die wenige Grossgrundbesitzer reich machen, während die Landbevölkerung ums Überleben kämpft.
4. Gemüse und exotische Früchte zu allen Jahreszeiten
Wir leisten uns den Luxus, jedes beliebige Gemüse und exotische Früchte zu jeder Jahreszeit zu essen. Der Anbau von Gemüse und Früchten braucht u.a. viel Wasser, das wiederum den Menschen vor Ort für den Anbau von Produkten für den Eigenbedarf fehlt.
5. Globalisierung im Einwegverfahren
Die reichen Industrieländer überschwemmen die Märkte im Süden mit subventionierten landwirtschaftlichen Produkten, was dazu führt, dass die einheimischen Bauern ihre Produkte nicht mehr zu angemessenen Preisen verkaufen können. Z.B. in Haiti: amerikanischer Reis hat dort den einheimischen Reis verdrängt. Fremde Konzerne haben den Markt für sich erschlossen.
6. Land Grabbing
Als Land Grabbing bezeichnet man den Erwerb und die Pachtung von Land durch Regierungen oder private Unternehmen auf fremden Staatsgebieten. Gutes Ackerland gilt als zukunftsträchtige Investition. So nutzt z.B. Europa zusätzlich zur heimischen Ackerfläche derzeit rund 35 Millionen Hektar Land in den Ländern des Südens zur Herstellung von Nahrungsmitteln für sich und zunehmend zur Erzeugung von Agrotreibstoffen.
7. Foodwaste - die Sucht der Verschwendung
Fast ein Drittel aller Lebensmittel werfen wir weg. In den Ländern des Südens gehen zudem jedes Jahr hochwertige Nahrungsmittel wegen ungenügender Lagerung und fehlender Verarbeitungskapazität verloren und wir werfen etwa die gleiche Menge guter Lebensmittel in den Müll.
8. Spekulation mit Nahrungsmitteln – auch unsere Banken sind dabei
Grundnahrungsmittel sind kostbare Güter. Kapitalgesellschaften, welche mit Nahrungsmitteln handeln, erzielen hohe Profite und auch Banken sehen den Nahrungsmit-telhandel als zukunftsträchtige Investition mit hohem Gewinnpotenzial.
9. Fehlende Ernährungssouveränität
Nationale Regierungen sowie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sollen alle in der Lage sein, ihre Agrar- und Ernährungspolitik selber zu bestimmen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der bäuerlichen Landwirtschaft, der Nahrungsproduktion für die Selbstversorgung sowie dem lokalen und regionalen Handel.
Die Produkte von Bauernfamilien in den Ländern des Südens stehen aber in direkter Konkurrenz zu hochsubventionierten Agrarprodukten aus Industrieländern. Dies zwingt sie dazu, ihre Erzeugnisse zu Niedrigpreisen zu exportieren. Landflucht, Armut und Hunger sind häufig die Folgen fehlender Ernährungssouveränität.